Nach heutigem Stand werden Gefahrgut-Begleitdokumente über alle Verkehrsträger überwiegend manuell weitergegeben und an jeder Schnittstelle erneut erfasst. Bildquelle: Fraport

Hamburg 1. Juni 2021 – Das in der Luftfracht etablierte Gefahrgutportal INFr8, welches für den digitalen Austausch von Gefahrgutdaten entlang der Supply Chain genutzt wird, wurde erweitert. Ab sofort ist die automatisierte Erstellung von Gefahrgut-Dokumenten für die Verkehrsträger See (IMO-Erklärung) und Straße (ADR-Begleitdokument) möglich. Weiterhin wird in diesem Quartal die Schiene (RID-Dokument) integriert.

Text als WORD-Datei: PM-INFr8-Final

„Aufgrund der positiven Resonanz im Bereich der Luftfracht und der zunehmenden Nachfrage aus den anderen Transportsektoren haben wir die von uns betriebene Plattform erweitert“, erklärt DAKOSY-Prokurist Dirk Gladiator. Nach heutigem Stand werden Gefahrgut-Begleitdokumente über alle Verkehrsträger überwiegend manuell weitergegeben und an jeder Schnittstelle erneut erfasst.

Die Digitalisierungs-Erfahrungen aus der Luftfracht, die zu enormen Vereinfachungen führten, lassen sich auf die Verkehrsträger Straße, Schiene und See übertragen. Gladiator konkretisiert: „In der Luftfracht erfolgten wiederholte Eingaben beim Versender, dem Spediteur/Gefahrgutdeklaranten sowie der Fluggesellschaft/Handlingagenten.“ Auswertungen zeigen, dass ohne Digitalisierung zehn bis zwölf Prozent der Gefahrgutsendungen nicht wie geplant geflogen werden, 80 Prozent davon aufgrund dokumentarischer Fehler. „Letztere lassen sich durch die Digitalisierung des papierbasierten Prozesses zum großen Teil vermeiden“, bestätigt Gladiator.

Über die Plattform werden die umfangreichen Gefahrguterklärungen komplett elektronisch zwischen den Transportbeteiligten ausgetauscht. Zu den wichtigsten Merkmalen gehört die Integration der verschiedenen Gefahrgutdatenbanken IATA, IMDG, ADR sowie RID. „Durch die Eingabe der UN-Nummer werden die dazugehörigen Gefahrgutdaten validiert. Bei Restriktionen und Beschränkungen kann so frühzeitig eingegriffen werden“, sagt Gladiator.

Weiter ist in INFr8 die Erstellung und Bearbeitung von Versandetiketten integriert und automatisiert. Diese Funktion ist laut Gladiator wichtig, da der Druck von fehlerhaften Versandetiketten in der Praxis hohe Kosten verursacht und neben Dokumentationsfehlern einer der Hauptgründe für das Stehenbleiben von Sendungen ist. Zu den Features gehören außerdem Warnmeldungen, eine Dokumenten-Cloud sowie individuelle Statistiken. Anwender können unabhängig von ihren technischen Möglichkeiten integriert werden. Zugangsmöglichkeiten bestehen sowohl über EDI-Schnittstellen als auch über eine Web-Anwendung. Außerdem gibt es eine mobile App für Benachrichtigungen bei Störungen.

Gestartet ist die Gefahrgutplattform INFr8 am Frankfurter Flughafen. Mittlerweile wird sie von Vertretern der gesamten Luftfracht Transportkette genutzt. Hierzu zählen unter anderem die Fluggesellschaft Lufthansa Cargo, der Handlingsagent LUG, die Versender Siemens Healthineers und die Merck Group sowie die Spediteure DB Schenker und die Geis-Gruppe.

Über die DAKOSY Datenkommunikationssystem AG
Als eines der führenden Softwarehäuser für die Logistik bietet DAKOSY seit nahezu 40 Jahren digitale Lösungen für die internationale Speditions- und Zollabwicklung sowie das Supply Chain Management an. Darüber hinaus betreibt DAKOSY das Port Community System (PCS) für den Hamburger Hafen und das Cargo Community System (FAIR@Link) für die Flughäfen Frankfurt und Hamburg. Alle in die Export- und Importprozesse involvierten Unternehmen und Behörden können durch die Nutzung der digitalen Plattformen ihre Transportprozesse schnell und automatisiert abwickeln.

Ansprechpartnerin
Katrin Woywod
Pressesprecherin DAKOSY AG
Telefon: +49 (40) 37003320
E-Mail: woywod@dakosy.de

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