Schwankende Sendungsmengen, ungewöhnliche Abmessungen und individuelle Terminvereinbarungen – B2C-Sendungen stellen Stückgutlogistiker vor große Herausforderungen. Um die Prozesse effizienter zu gestalten, geht der Stückgutverbund ONLINE Systemlogistik (OSL) jetzt neue Wege.

Zehn Prozent mehr Sendungen, 13 Prozent mehr Tonnage verzeichnet OSL im Vergleich zum Vorjahr. Davon ist ein großer Teil auf die steigende Nachfrage im B2C-Geschäft zurückzuführen. Um Waren auch in Zukunft pünktlich und zuverlässig zuzustellen, organisiert der Stückgutverbund seine Prozesse neu: Ab 1. September übernimmt nicht mehr der Empfangsspediteur die Avisierung nationaler Sendungen mit Fixtermin, sondern der Versandspediteur. Damit ist schon am Beginn der Lieferkette klar, wann die Zustellung erfolgen soll. Das bedeutet mehr Planungssicherheit für alle Beteiligten.

Neue Prozesse für effizientere Transportplanung

Künftig sieht das Vorgehen so aus: Wenn ein Versandspediteur von seinem Kunden den Auftrag erhält, eine Sendung innerhalb Deutschlands an einen Privatempfänger zuzustellen, holt er die Ware beim Kunden ab und parkt sie kurzfristig in seinem Depot. Anschließend vereinbart er, telefonisch oder per E-Mail, einen Zustelltermin mit dem Empfänger. Erst nach der erfolgreichen Terminbestätigung speist er die Sendung ins Netzwerk von ONLINE Systemlogistik ein. Der Empfangsspediteur wird automatisch über das Eintreffen der Sendung und den avisierten Zustelltermin beim Endempfänger informiert: Er weiß schon jetzt, ob er Platz für eine Zwischenlagerung reservieren oder einen raschen Weitertransport organisieren muss.

Der Privatempfänger erhält auf Wunsch einen Tag vor der vereinbarten Zustellung eine E-Mail-Benachrichtigung – falls der avisierte Termin nicht mehr passt, kann nun ein neuer ausgemacht werden. Sollte zudem eine telefonische Benachrichtigung am Zustelltag gewünscht sein, kündigen sich Fahrer oder Fahrerin eine Stunde vor Auslieferung an.

Gegenüber dem bisherigen Ablauf gestaltet OSL die Belieferung von Endkunden damit noch effizienter und sorgt im B2C-Bereich für einen reibungslosen Informationsfluss zwischen den Logistikpartnern und den Kunden. Nicht planbare, unvorhergesehene Sendungen in den Empfangsdepots und zeitlich aufwendige Umdisponierungen entfallen nun weitgehend.

Bestehende Produktpalette bildet alles ab

„Da wir unseren Systempartnern ein festes Verladekontingent am HUB zusichern, sind wir nahezu jederzeit in der Lage, die Terminvorgaben einzuhalten – von Naturereignissen und anderen externen Faktoren einmal abgesehen“, erklärt Marcella Rennecke, die bei OSL das Qualitätsmanagement leitet und den neuen Prozess im „Arbeitskreis Operative“ maßgeblich mit entwickelt hat. „Doch auch die vor- und nachgelagerten Transportprozesse müssen planbar und transparent sein, um optimal zu funktionieren. Flexibilität geht oft zu Lasten der Qualität – wer Sendungen ‚dazwischenschiebt‘, riskiert, dass andere Lieferungen nicht pünktlich ankommen. Und genau diese Gefahr vermeidet unser neues Avisierungsverfahren.“

Mit den neuen Prozessen, den vorhandenen Fixtermin-Produkten und der automatischen Empfängerbenachrichtigung per E-Mail ist OSL für das nationale B2C-Geschäft und andere Zustellungen mit Terminvereinbarung gut aufgestellt. Ein spezielles B2C-Produkt ist nicht geplant.

  

Am Zentral-HUB von ONLINE Systemlogistik in Schlitz bei Fulda werden auch immer mehr B2C-Sendungen umgeschlagen. Der neue Avisierungsprozess macht die Transportplanung noch effizienter. (© ONLINE Systemlogistik)

Pressemitteilung ONLINE Systemlogistik Avisierung B2C 11 08 2021

Sprache wählen:      

Neue Video Beiträge
Anwenderberichte