Die auf Müllentsorgung spezialisierte Bohmann Gruppe hat in eine flexible Telematiklösung von Navkonzept investiert und damit den Kundenservice und die eigene Wirtschaftlichkeit nachhaltig verbessert.

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Großes Lob ist nicht zu erwarten: Das planmäßige Leeren der Abfalltonnen durch die Müllabfuhr zählt zu den Dienstleistungen, die von den Bürgern als selbstverständlich vorausgesetzt werden und möglichst unauffällig im Hintergrund ablaufen sollten. „Unsere Arbeit wird meist nur dann kommentiert, wenn mal was nicht klappt“, erklärt Ingo Helmers, Geschäftsführer der Firmengruppe Bohmann. Der Diplom Ökonom ist schon seit 1997 für das traditionsreiche Familienunternehmen tätig und kennt die Wünsche und Erwartungen seiner kommunalen Auftraggeber nur zu gut.

Aussage gegen Aussage

„Hin und wieder beschweren sich Anwohner, dass unser Fahrer nicht dagewesen sei und der Müll nicht abgeholt wurde“, berichtet Helmers. In früheren Zeiten stand dann Aussage gegen Aussage und im Zweifel musste ein zweites Fahrzeug zum Einsatzort disponiert werden. Vor diesem Hintergrund investierte Bohmann im Jahr 2014 in die Telematiklösung Internetortung von Navkonzept, mit der die Touren der 180 eingesetzten LKW aufgezeichnet und nachgewiesen werden können.

In diesem Zuge wurde der gesamte Fuhrpark mit Telematikeinheiten von Navkonzept ausgerüstet. Sie verfügen über ein GPS-Modul und einen Anschluss an die FMS-Schnittstelle. Gesammelt werden unter anderem Positionsdaten, Verbrauchswerte und die gefahrene Geschwindigkeit. Zudem sind die Boxen mit den Tachografen verbunden und ermöglichen das Fernauslesen der Fahrerkarte. „Allein durch das Fernauslesen der Tachos sparen wir monatlich mindestens zehn Arbeitsstunden“, betont Helmers, der das manuelle Auslesen per USB-Stick noch aus früheren Zeiten kennt.

Klare Beweislage

Alle gesammelten Informationen werden über das in die Telematikeinheit integrierte GSM-Modem per Mobilfunk an den Navkonzept-Internetserver übermittelt, wo sie in gewünschter Form aufbereitet und auf verschiedenen Portalen bereitgestellt werden. Speziell für Bohmann hat Navkonzept ein eigenes Portal für die Kommunalkunden konfiguriert, auf dem die tatsächlich gefahrenen Touren der im jeweiligen Gebiet eingesetzten Müllfahrzeuge mit Uhrzeiten abgerufen werden können. „Damit können unsere öffentlichen Auftraggeber die Anfragen und Beschwerden der Bürger direkt am Telefon beantworten“, erklärt Helmers. Meistens stelle sich dabei heraus, dass die Beschwerden unbegründet sind. Nicht geleerte Tonnen lassen sich oft auf eine verspätete Bereitstellung durch den Bürger zurückführen. „Es kommt immer wieder vor, dass Aushilfsfahrer die Touren in geänderter Reihenfolge fahren und sich dadurch die Abholzeiten verschieben“, so Helmers und ergänzt: „Wer sich darauf verlässt, dass der Fahrer wie immer erst um 10:00 Uhr vorfährt, hat dann schnell das Nachsehen.“

Ein weiterer Teil der Bürgerbeschwerden richtet sich auf das gefahrene Tempo der Müllfahrzeuge. Deshalb stehen im Portal auch die Geschwindigkeitswerte der LKW an den verschiedenen Positionen zum Abruf bereit. „Unsere Fahrer halten sich fast immer an die Regeln, aber durch die Fahrgeräusche wirken die LKW oft schneller als sie sind“, zeigt Helmers Verständnis für die besorgten Anrufe der Bürger.

Nachweis von unterwegs

Sicherheitsrelevant ist aber nicht nur die jeweilige Geschwindigkeit, sondern auch die gewählte Fahrtrichtung. Gemäß der für die Abfallwirtschaft geltenden Branchenregel 114-601 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) dürfen Müllfahrzeuge nur in Ausnamefällen rückwärtsfahren. Den entsprechenden Nachweis kann Bohmann jederzeit mit Hilfe der per FMS-Schnittstelle übertragenen Getriebedaten erbringen. Diese werden im Internetportal mit den GPS-Daten kombiniert und sind für die Kunden nicht sichtbar. „Über das Portal können wir Auswertungen erstellen, wo und wie lange unsere Fahrzeuge im Rückwärtsgang unterwegs waren und bei Bedarf die einzelnen Fälle näher untersuchen“, so Helmers.

Auch bei der Führerscheinkontrolle muss sich Helmers nur noch auf die Ausnahmen konzentrieren: Dafür sorgt eine von Navkonzept entwickelte Lösung, die lediglich ein NFC-fähiges Android-Smartphone mit kostenloser NavID App und fälschungssichere RFID-Tags für die Führerscheine voraussetzt. Damit können die 200 bei Bohmann beschäftigten Fahrer jederzeit auch von unterwegs den Nachweis erbringen, dass sie in Besitz eines gültigen Führerscheins sind. Das persönliche Vorzeigen des Führerscheins beim Fuhrparkverantwortlichen entfällt. Stattdessen genügt das Aufrufen der NavID App und das anschließende nahe Heranhalten des mit RFID-Tag versehenen Führerscheins an das Handy.

Schneller Start für Aushilfen

Das Internetportal zeigt auf einen Blick, welche Führerscheine bereits registriert wurden und wann diese spätestens kontrolliert werden müssen. Zudem generiert die Lösung automatische E-Mails mit den aktuellen Statusmeldungen, die an bevorstehende Termine erinnern. Zur Beweisbarkeit einer durchgeführten Führerscheinprüfung werden die Daten im Logbuch des Portals gespeichert, sodass die Dokumentationspflicht des Arbeitgebers erfüllt wird.

Für eine einfache Dokumentation sorgt auch der so genannte „Follow me Modus“, der das Einarbeiten von Aushilfsfahrern auf neuen Touren vereinfacht. Mit der von Navkonzept entwickelten Lösung werden immer wiederkehrende Müllsammel-Touren im LKW aufgezeichnet und auf einem Tablet abgespeichert. Danach kann die Tour – ähnlich wie bei einem Navigationsgerät – immer wieder abgespielt werden, was Aushilfen vom ersten Tag an das Fahren in der bestmöglichen Reihenfolge ermöglicht.

Funkende Container

Doch bei Bohmann sind nicht nur die klassischen Müllfahrzeuge unterwegs. Nur 80 der insgesamt 180 LKW dienen dem Leeren von Mülltonnen. Ein großer Teil der Flotte besteht aus Abroll- und Absetzkippern, mit denen rund 1.000 Container für Gewerbemüll und Bauschutt gebracht und abgeholt werden. Die zwischen 3 und 40 Kubikmeter großen Behälter verfügen über Inventarnummern, die beim Absetzen mitsamt des neuen Standorts vom Fahrer notiert werden müssen. „Das funktioniert in der Praxis aber nicht immer, so dass uns die genauen Standorte vieler Container unbekannt sind“, erklärt Helmers, der dieses Problem mit einer von Navkonzept entwickelten Funklösung lösen will. Die ersten 10 Testcontainer hat er deshalb bereits mit robusten kleinen Sendern von Navkonzept ausstatten lassen. Zu den Haupteigenschaften der so genannten „NavTags“ zählt, dass diese pro Stück nur rund 50 EUR kosten, ihre Batterie mehr als fünf Jahre hält und eine Funkreichweite von bis zu 100 Metern bieten.

Die in den Bohmann-Fahrzeugen installierten Bordcomputer können mit den NavTags kommunizieren, so dass die aktuellen Container-Fahrzeug-Kombinationen automatisch und zuverlässig ermittelt und an die Zentrale gesendet werden können. „Die Fahrer ersparen sich dadurch das Notieren der Containernummern und wir wissen immer, an welchen Orten sich unsere Testcontainer befinden“, sagt Helmers.

Mobile Datensammler

Die NavTags bieten noch einen weiteren wesentlichen Vorteil: Die Funk-Signale können nämlich im Vorbeifahren auch von allen anderen Fahrzeugen mit entsprechender Hardware empfangen werden – und das sind bundesweit eine ganze Menge. Voraussetzung ist lediglich ein an Bord befindliches Smartphone oder ein anderes Gerät mit einem Shortrange-Scanner. Wenn die Hardware dann auch noch über eine App von Navkonzept verfügt, werden die empfangenen Daten direkt an die IOT-Plattform des Mülheimer Telematikspezialisten übermittelt. Ist der gemeldete Standort des Containers nicht plausibel, kann beim Besitzer ein Alarm ausgelöst werden. Auf diese Weise lassen sich auch gestohlene Container schnell wiederfinden.

In der IOT-Datenbank von Navkonzept befinden sich bereits mehrere 100 Millionen Objekte, die mit einem NavTag oder einem beliebigen anderen Funksender ausgestattet sind. Anhand der übertragenen MAC-Adresse des Objekts kann Navkonzept automatisch ermitteln, ob der entsprechende Tag einem Kunden zugewiesen wurde. Als „mobile Datensammler“ sind mehrere Tausend bei Navkonzept registrierte Fahrzeuge unterwegs – und täglich werden es mehr.

Flexibel ausbaufähig

Vor diesem Hintergrund will Bohmann noch weitere Container mit NavTags ausrüsten lassen, was für Geschäftsführer Ingo Helmers aber nicht das einzige Zukunftsprojekt mit Navkonzept ist. Denkbar ist auch die Nutzung der Ökodrive-Funktion, mit der das Fahrverhalten anhand der FMS-Daten analysiert werden kann. „Damit könnten wir wahrscheinlich noch rund 10 Prozent unseres Dieselverbrauchs senken“, schätzt Helmers, der die Ausbaufähigkeit der Telematiklösung zu „den größten Vorteilen von Navkonzept“ zählt.

 

Hintergrund: Bohmann Gruppe

Die Bohmann Gruppe ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb mit Sitz in Rastede im Landkreis Ammerland im Nordwesten von Niedersachsen und einer Niederlassung im Landkreis Oldenburg. Rund 90 Prozent des Umsatzes werden mit der Müllentsorgung erwirtschaftet. Hier ist die Bohmann-Gruppe in sechs Landkreisen für insgesamt 780.000 Einwohner unterwegs. Das Einsatzgebiet umfasst eine Fläche von 5.000 Quadratkilometern.

Außerdem betreibt Bohmann für private und gewerbliche Kunden einen Containerdienst. Insgesamt stehen etwa 1.000 Container in den Größen zwischen 3 und 44 Kubikmetern zur Verfügung. Zu den weiteren Geschäftsfeldern gehören der Straßen- und Tiefbau, Erdarbeiten sowie Sand- und Kiestransporte. Zum Lieferprogramm zählen Sand, Mutterboden, Mineralgemisch, Drainage- oder Estrichkies.

Die Geschichte des inhabergeführten Unternehmens reicht bis auf das Jahr 1927 zurück. Heute beschäftigt die Bohmann Gruppe rund 330 Mitarbeiter und betreibt einen Fuhrpark mit 180 Fahrzeugen. Weitere Infos unter www.bohmann-gruppe.de

 

Hintergrund: Navkonzept GmbH

Die Navkonzept GmbH ist ein Softwarehaus, das moderne Telematiksysteme zur Ortung und Auswertung mobiler Objekte aller Art entwickelt. Seit 2004 hat sich die Firma auf Fahrzeugtelematik für die Transport- und Logistikbranche spezialisiert. Das inhabergeführte Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihren Kunden sämtliche Leistungen von der Entwicklung über den Einbau bis hin zu Service und IT-Administration aus einer Hand anbieten.

Zum Portfolio zählt neben der Fahrzeugortung eine Vielzahl an Produkten und Modulen, die auf die Bedürfnisse des Marktes abgestimmt sind. Derzeit bietet das Unternehmen ein großes Spektrum an Lösungen für Themen wie Lenk- und Arbeitszeiten, Wegoptimierung, Nachrichten und Fahraufträge, Mindestlohn, Arbeitszeitgesetz, Diebstahlschutz, Automatisierter Tachograph Remote Download, eine App zur mobilen Trackinglösung und Schnittstellen zu anderen Systemen u.v.m. Neben einer Internetplattform zum Monitoren und Auswerten von Fahrer- und Fahrzeugbewegungen hält Navkonzept eine ausgewählte Palette an Bordrechnern, Mess-Sensoren und Blackboxen für unterschiedliche Anforderungen bereit.

Zu den Produkten zählen die InternetOrtung, NavDrive, NavBasic, ÖkoDrive, NavTruck, die mobile Trackinglösung NavApp sowie TachoToWeb. Neu ist der Bereich IOT mit der Lösung NavIOTnet, die das passive Orten von Objekten im Navkonzept Netzwerk ermöglicht.

Navkonzept bietet eine Vielzahl an fertigen Schnittstellen zu anderen Anwendungen und ist Gründungsmitglied des Verbands OpenTelematics, der den Austausch von Logistikdaten vereinfachen will. Die Kunden stammen vorrangig aus der Bau-, Transport- und Logistikbranche sowie zunehmend aus den Bereichen Fahrzeugvermieter, Taxigewerbe, Handwerker, Monteure, Kuriere und anderer Dienstleister. Weitere Infos unter www.navkonzept.de.

 

Pressekontakte:

 

NAVKONZEPT GmbH
Nicole Nolden
Alexanderstr. 25
45472 Mülheim an der Ruhr
Tel: 0208 / 628 094 0
E-Mail: n.nolden@navkonzept.de
KfdM Kommunikation für den Mittelstand
Marcus Walter
84183 Niederviehbach
Tel. 08702 / 948 174
E-Mail: walter@kfdm.eu

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