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Flächendeckende Einführung eines gemeinsamen Logistiksteuerungs-Systems bei zwölf Spediteuren durch Wanko und den auf den Gesundheitsmarkt spezialisierte Logistikdienstleister MedSL.

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Vergleichbare Unternehmen, ähnliche Produkte und viele übereinstimmende Kunden: Bei diesen Rahmenbedingungen lohnen sich Kooperationen, um die Logistikkosten in der Lieferkette zu optimieren. Vor diesem Hintergrund haben die B. Braun Melsungen AG und die Paul Hartmann AG das Joint Venture Medical Service und Logistik GmbH – kurz MedSL – mit Sitz in Recklinghausen gegründet.

Ambitioniertes Projekt

MedSL ist der gemeinsame Logistikdienstleister, der die Warenströme von Hartmann und B. Braun und weiteren Firmen der Gesundheitsbranche bündelt. Dabei disponiert MedSL die Fahrzeuge von zwölf Sammelgut-Spediteuren mit eigenen Umschlagpunkten, die bundesweit im Nachtsprung sämtliche Apotheken und Krankenhäuser beliefern. Gesteuert werden die Prozesse durch das Logistiksteuerungssystem von Wanko mit den Modulen PraMag, PraCar und PraBaord für Lagerverwaltung, Tourenplanung und Telematik.

„2019 wurde die Lösung bei den ersten beiden Spediteuren eingeführt und soll nun Schritt für Schritt auch bei den übrigen Transportpartnern ausgerollt werden“, berichtet Thomas Kolbe, der das ambitionierte Software-Projekt seit Sommer 2018 leitet. Kolbe weiß genau, worauf er sich in Zukunft konzentrieren wird: „Jeder Spediteur braucht genügend Vorlauf vor der IBN, um seine internen Prozesse „zu üben“, denn wenn dabei individuelle Wünsche zum Ablauf auftreten, können wir diese gleich in das System einspeichern. So besitzt dann jeder Spediteur schlussendlich das gleiche, für MedSL notwendige System, allerdings mit einem auf ihn eigens zugeschnittenem Programm“, erklärt der IT-Logistik-Fachmann.

Zweifel ausgeräumt

Einen gemeinsamen Fokus setzen Wanko und MedSL auf eine gründliche und anschauliche Information aller Transportpartner über das gemeinsam IT-System. Im Rahmen einer Vollversammlung zeigte MedSL im November 2019 sogar einen rund zehnminütigen Film, der sämtliche Stufen der Lieferkette zwischen Versender und Empfänger aufzeigte. „Diese Art des Vorgehens war für uns eine Premiere“, so Kolbe, der das Filmprojekt maßgeblich vorangetrieben hatte.

Tatsächlich konnte der Film viele Zweifel ausräumen und auch die übrigen Spediteure von der Lösung überzeugen. Bis zum Sommer 2020 will er bei allen Med-SL Partnern das Lagerverwaltungssystem PraMag installiert haben. „Erst dann ist die Supply Chain flächendeckend einheitlich und durchgängig digitalisiert“, bekräftigt Kolbe, der die Nachtauslieferung seines Kunden schon häufig begleitet hat.

Geplante Zeitfenster

Gestartet wird der Lieferprozess mit der Erfassung der eingehenden Bestellungen bei B. Braun beziehungsweise der Paul Hartmann AG. Im nächsten Schritt wird beim jeweiligen Versender der Kommissionierauftrag erzeugt, der durch die Lagermitarbeiter termingerecht bearbeitet wird. Danach wird der Auftrag zum Versandbereich transportiert, während der begleitende Datensatz via Schnittstelle an das von der MedSL betriebene Wanko Logistiksteuerungssystem übergeben wird. Im Versandbereich startet anschließend die tägliche Belieferung der MedSL Umschlagpunkte in ganz Deutschland.

Die avisierten Vorlauftransporte verschiedenster Kunden der MedSL kommen in der Regel im geplanten Zeitfenster am Umschlagspunkt an und werden dort einer Endladerampe zugewiesen. Nach dem Andocken beginnt die Entladung, wobei jedes Gebinde gescannt wird. Noch auf dem Weg zur Lagerzone informiert das Handheld über den nächsten freien Stellplatz. „Dadurch haben auch neue Mitarbeiter eine schnelle Orientierung und der Prozess wird sicherer“, erklärt Kolbe. Anschließend wird das Gebinde abgestellt und per Barcode-Scan mit dem vorgeschlagenen Platz verheiratet.

Platzfremd einlagern

Mit dem System lassen sich unterschiedliche Prozesse bis hin zu einer chaotischen Lagerhaltung realisieren. Läuft zum Beispiel eine Relation über, so lassen sich Gebinde platzfremd einlagern und sind dennoch vom System und damit vom Personal schnell auffindbar.

Neben empfängerreinen Gebinden werden aber auch Mischgebinde vereinnahmt und in separaten Lagerplätzen abgestellt. Für das Vereinzeln dieser Mischgebinde wird die Zeit zwischen den Entladevorgängen genutzt. Hier kommt die in PraMag integrierte Dekonsolidierungs-Funktion zum Einsatz. Nach der Vereinzelung werden alle Barcodes gescannt und mit einem mit einem übergeordneten Barcode verheiratet. Bei jeder weiteren Umlagerung muss nun lediglich der übergeordnete Barcode gescannt werden.

Systemisch verladen

Die Disposition ist die zentrale Leitstelle der Umschlagpunkte, an dem alle Aufträge zusammenlaufen. Hier sorgt PraMag für eine schnelle und einfache Übersicht über den Entladestatus, der in Prozentwerten angegeben wird. Um die Aufträge zu verplanen, nutzen die Disponenten das Tourenplanungsmodul PraCar. Damit werden die Aufträge manuell, teil- oder vollautomatisiert zu optimierten Touren zusammengefasst. Diese werden dann „just in time“ an PraMag übergeben. Der Disponent kann nun im Leitstand den aktuellen Bereitstellungsstatus überwachen und schnell auf Auffälligkeiten reagieren.

Sind die Touren bereitgestellt, werden sie mit PraCar an die Handhelds der Auslieferfahrer gesendet. Diese starten um vier Uhr morgens mit der Verladung, für die sie sich zunächst mit ihrem Handheld in der Lager-App anmelden und dort eine Übersicht der Rollkarte mit der Beladereinfolge erhalten. Mit der Auswahl der ersten Tourposition werden dem Fahrer die Stellplätze der Ware angezeigt. Anschließend wird er zielgerichtet zur Ware geführt und kann diese mittels Scannung systemisch auf sein Fahrzeug verladen. Die Liste der Sendungen innerhalb der Tourposition wird dabei Schritt für Schritt angepasst, was für maximale Transparenz und Übersicht sorgt.

Kontinuierlich synchronisiert

Die Auslieferung startet der Fahrer mit dem Telematik Modul PraBoard, während der Disponent den jeweiligen Status der Touren im Leitstand verfolgen kann. Beim Kunden angekommen, entlädt der Fahrer die Ware und scannt diese bei Übergabe. Der Kunde quittiert auf dem Display. Abweichungen wie zum Beispiel Schäden oder Annahmeverweigerungen verzeichnet der Fahrer direkt am Handheld. Dieses wird kontinuierlich mit der Tourenplanungssoftware synchronisiert, so dass die Sendung in PraCar umgehend als ausgeliefert gekennzeichnet wird… inklusive der am Bildschirm eingeblendeten Unterschrift des Kunden.

 

Unternehmensprofil: Wanko Informationslogistik GmbH

Die Wanko Informationslogistik GmbH plant und optimiert seit 45 Jahren mit rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Geschäftsprozesse in der Logistik und liefert für deren Realisierung durchgängige Software in den Bereichen Lager und Transport. Wanko ist ein inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen, das sich bereits in zweiter Generation im Familienbesitz befindet.

Jede Softwarelösung von Wanko ist garantiert Netzwerk- und Mandantenfähig und beinhaltet individuell anpassbare branchenspezifische und kundenspezifische Module. Die Kommunikation zu anderen Programmen sichert ein flexibler Schnittstellengenerator. Standardisierte oder zertifizierte Schnittstellen bestehen zu allen gängigen Systemen.

Gestartet ist Wanko als Unternehmensberatung. Danach entwickelte sich das Unternehmen mit den rasant wachsenden technischen Möglichkeiten der Informationstechnologie zu einem führenden Softwareanbieter. Wanko hat die spezifischen logistischen Prozesse vieler Branchen durchleuchtet und dafür Lösungen entwickelt. Zu den Referenzen zählen namhafte Kunden aus den Branchen Lebensmittel, Stahl, Baustoffe, Möbel, Energie und dem Transportgewerbe.

Produktpalette

Die Durchgängigkeit und Transparenz ergibt sich aus einer einheitlichen Datenbasis. Zu den Haupt-Modulen zählt das Tourenplanungssystem PRACAR 3000, das integrierte Telematiksystem PRABORD sowie das Lagerverwaltungssystem PRAMAG 3000. Die Module können einzeln, oder als einheitliches, gesamtes Logsitiksteuerungssystem eingesetzt werden. Das Modul PRAWEB 3000 dient der Auftragserfassung und Sendungsverfolgung über das Internet, während es sich bei PRACON 3000 um eine konfigurierbare Schnittstelle zu allen gängigen ERP- und Warenwirtschaftssystemen handelt. Ergänzt werden diese Kernmodule durch eine Anzahl von Zusatzmodulen für die Lademittelverwaltung, Transportkostenrechnung, statistische Auswertungen, Workflow-Editor, Faxaviso und vieles mehr.

Leistung und Beratung

Ein erfahrenes Team aus Beratern, Projektleitern und Entwicklern stellt eine bedarfsorientierte, kontinuierliche Weiterentwicklung der Software sicher. Das Wanko Logistiksteuerungssystem kann individuell an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden. Das System ist in hohem Maße konfigurierbar und konsequent anwenderfreundlich konzipiert. Die Software von Wanko steigert den Automatisierungsgrad, erhöht die Lieferzuverlässigkeit und senkt Logistikkosten.

Infos unter www.wanko.de.

 

Firmenname:              Wanko Informationslogistik GmbH

Gründungsjahr:          1972

Geschäftsführer:        Alexander Wanko, Yvette Wanko

Mitarbeiter:                 80

Branche:                     Logistiksoftware

Referenzen:                Kunden aus den Branchen Lebensmittel, Stahl, Baustoffe, Möbel, Energie und dem Transportgewerbe

 

Pressekontakte:

WANKO Informationslogistik GmbH KfdM – Kommunikation für den Mittelstand
Christian Schulz
Gewerbestraße 1
D-83404 Ainring
Tel: ++49 (0) 86 54 / 483-193
Email: christian.schulz@wanko.de
www.wanko.de
Marcus Walter
Schulstraße 29
D-84183 Niederviehbach
Fon: 08702 / 948 174
Mobil: 0170 / 77 36 70 5
E-Mail: walter@kfdm.eu

 

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