Hörmann lieferte Tore und Verladetechnik für das Logistikzentrum Erlensee

Die Bau- und Immobilienverwaltung Fäth hat auf dem Gelände eines ehemaligen Fliegerhorstes eine 27.000 Quadratmeter große Logistikimmobilie bauen lassen, die individuell auf die unterschiedlichen Mieter zugeschnitten wurde. Hörmann lieferte den Großteil der Tore und Verladetechnik.

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Individuell bauen und gewerbliche Mieter langfristig binden: Mit dieser Strategie befindet sich die Bau- und Immobilienverwaltung Fäth (BIVF) seit 1998 auf Wachstumskurs. Das Entwickeln von Logistikimmobilien spielt dabei für das inhabergeführte Familienunternehmen eine immer wichtigere Rolle. Zu den jüngsten Projekten der Aschaffenburger zählt das Logistikzentrum Erlensee, das 2018 auf dem Gelände eines ehemaligen Fliegerhorstes entstanden ist. Tore und Verladetechnik stammen hier größtenteils von Hörmann. „Wir arbeiten gerne mit Hörmann zusammen, was zum einen an der breiten und hochwertigen Produktpalette und zum anderen am exzellenten Service durch die nahe gelegene Niederlassung liegt“, erklärt Ferdinand Fäth, der die BIVF in zweiter Generation leitet.

Langfristige Mieter

Auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern baute das Generalunternehmen List Bau aus Nordhorn im Auftrag der BIVF ein rund 27.000 Quadratmeter großes Objekt, das aus zwei Hallenkomplexen und einem Verwaltungsgebäude besteht. Alle Gebäudeeinheiten waren vor Fertigstellung bereits voll vermietet. „Aufgrund der zentralen Lage und der hervorragenden Anbindung war das Interesse der Mieter von Anfang an sehr hoch“, erinnert sich Fäth. Für den größeren der beiden Bauabschnitte konnte er neben der Spedition Fenthol & Sandtmann und dem Obst- und Gemüseverarbeiter M.S.G. Frucht die Linde Material Handling GmbH und Bergler Industrie Services als langfristige Mieter gewinnen. Der zweite Bauabschnitt mit insgesamt 10.000 Quadratmetern ging an Bergler und die DS Smith Packaging Deutschland Stiftung, die direkt nebenan einen großen Produktionsstandort unterhält.

Bergler Industrie Service übernimmt als Logistikdienstleiter im Auftrag von DS Smith deren Produktionsentsorgung. Die Kartonagen werden direkt aus der benachbarten Fabrikhalle über einen Durchgang in das Logistikzentrum befördert, dort gelagert und später auf LKWs verladen. Für diesen Einsatzfall eignen sich manuell betriebene Hörmann Sektionaltore vom Typ SPU F42 mit PU-ausgeschäumten Lamellen und Fingerklemmschutz. Auf einen elektrischen Antrieb wurde hier im Interesse einer möglichst einfachen und wartungsarmen Bauweise bewusst verzichtet.

Im Logistikzentrum Erlensee werden sie mit einem Vertikal-Beschlag (V-Beschlag) senkrecht und platzsparend nach oben geführt. Die Tore sind besonders robust und bieten eine gute Wärmedämmung. Außerdem verfügen sie über eine kratzfeste Duratec-Verglasung, die nur bei Hörmann erhältlich ist und die Kunststoffverglasung langfristig vor unschönen Kratzern schützt. Die Lösung sorgt somit für eine gute Sicht nach Außen sowie einen natürlichen Lichteinfall in den Hallen. Hier wurden die Tore kombiniert mit der hydraulischen Vorschub-Ladebrücke HTL2 mit 500 mm langem Vorschub. Aufgrund ihrer Länge kann die Ladebrücke große Höhenunterschiede vom Rampenniveau bis zur Lkw-Ladefläche überbrücken.

Zielgerichteter Vorschub

Die Konstruktion mit ineinander greifenden Unterzügen von Plattform und Vorschub sowie seitliche Gleitprofile sichern die gleichmäßige und zuverlässige Führung. Der Vorschub kann über separate Bedientasten zielgerichtet ein- und ausgefahren werden und so exakt und kontrolliert auf der Ladefläche platziert werden. Markierungen im Vorschub geben die minimale und maximale Auflagetiefe an, was bei den Mitarbeitern für zusätzliche Sicherheit sorgt. Werden die Markierungen beachtet, können die Ladebrücken auch bei starker Belastungen und Verschiebungen nicht abrutschen.

Die gleiche Kombination aus Toren und Ladebrücken kommt auch bei den Hallenabschnitten zum Einsatz, die an Linde Material Handling und den Logistikdienstleister Fenthol & Sandtmann vermietet sind. Hier zählte zu den besonderen Anforderungen, dass Fenthol & Sandmann seinen Bereich als explosionsgeschütztes Gefahrstofflager nutzen wollte. Deshalb wurde in der entsprechenden Halle ein weiterer Raum mit Stahlbetonfertigteilen errichtet und die Sole komplett abgedichtet, damit keine Stoffe nach außen dringen können. Um das Konzept abzurunden wurden für den Fall einer Explosion Lüftungsklappen verbaut, die sich bei einer Druckwelle öffnen, sodass diese abgefangen wird und nach außen fließt.

Thermisch getrennt

Völlig andere Erwartungen hatte die M.S.G. Frucht GmbH, die das Logistikzentrum Erlensee als Produktionsstandort für mundgerecht zugeschnittenes und verpacktes Obst und Gemüse nutzt. Für seine Produktion benötigt der Großhändler Raumtemperaturen zwischen zwei und sechs Grad Celsius. Zudem verfügt der Produktionsbereich, wo die Speisen vorbereitet und verpackt werden, über einen besonderen Bodenbelag, der sehr einfach abwaschbar ist. Für den Wasserabfluss wurden in der Sole rund 300 Meter lange Edelstahlrinnen verbaut.

Die Ausführung als Kühllager stellte auch an die Tore und Verladetechnik besondere Anforderungen. Die Lösung besteht aus 19 besonders wärmegedämmten Sektionaltoren vom Typ SPU67 Thermo und 17 Vorsatzschleusen vom Typ LHC 2 mit einwandiger Verkleidung, die Personal und Waren während der Verladung vor Witterungseinflüssen schützen. Die doppelwandigen Stahl-Lamellentore minimieren den Temperaturverlust und eignen sich deswegen besonders für den Einsatz in der Lebensmittel- und Kühllogistik. Zudem vermindert die thermische Trennung von Außen- und Innenseite der Lamellen die Bildung von Kondenswasser an der Torinnenseite. Die Industrie-Sektionaltore werden ergänzt von 17 hydraulischen Vorschub-Ladebrücken vom Typ HRT, die ebenso wie die Vorsatzschleusen an die Außenwand des Logistikzentrums montiert wurden. Dabei dienen die Ladebrücken-Podest-Kombinationen als Unterbau für die Vorsatzschleusen.

Langlebige Lösung

Zu den positiven Nebeneffekten dieser Konstruktionsweise zählt, dass hier die Halle bis an die Außenwände voll nutzbar ist. Das Hallentor schließt dabei nicht auf der Ladebrücke, sondern dahinter und reicht bis auf den Hallenboden. Auf diese Weise ist die Toröffnung auch außerhalb der Verladezeit bestens isoliert.

Im Gegensatz zu den Toren, die individuell auf den Einsatzzweck abgestimmt wurden, herrscht bei den 90 verbauten Anfahrpuffern ein einheitlicher Standard: Anfahrpuffer schützen die Rampe und das Gebäude vor Beschädigungen, indem sie die dynamischen Kräfte des LKW beim Andocken aufnehmen. „Im Interesse einer langlebigen Lösung haben wir uns für die besonders robusten Stahl-Anfahrpuffer vom Typ SB20 entschieden, die für extrem hohe Anforderungen entwickelt wurden“, erklärt Fäth. Der Stahl-Puffer besteht hier aus einem vollflächig dämpfenden Innenkern und einer robusten äußeren Stahlplatte, die zur statischen Entlastung auf der Rampenkante aufliegt.

Langlebigkeit im Fokus

Die Winkelschutzplatte auf dem Puffer verteilt die Kraft aus dem anfahrenden LKW gleichmäßig auf die gesamte Oberfläche des Puffers und schützt ihn wirksam vor Verschleiß. Das „Geheimnis“ des SB 20 liegt hinter der Stahlplatte: Hier sorgt ein sogenannter „Oktapuffer“ mit acht Luftkammern für sehr gute dämpfende Eigenschaften.

Auch bei den Torabdichtungen legte Fäth großen Wert auf Langlebigkeit: An den Vorsatzschleusen im Kühlbereich wurden Planentorabdichtungen vom Typ DSL verbaut, während an den übrigen Toren das Modell DSLR zum Einsatz kommt. Beiden gemeinsam ist eine Lenkarmkonstruktion, die aufgrund ihrer Bauweise und der speziellen offenen Profile sowohl horizontal als auch vertikal flexibel ist. Beim Eindrücken der Torabdichtung bewegt sich der Vorderrahmen leicht nach oben, was Beschädigungen vermeidet. Der Hauptunterschied zwischen DSL und DSLR besteht in der Ableitung vom Regenwasser. Die Torabdichtung DSL verfügt über ein Kopfteil mit Neigung, wodurch das Regenwasser zur Vorderkante hin abgeleitet wird. Bei der Torabdichtung DSLR ist das Kopfteil hingegen gerade. Hier wird die Entwässerung durch Öffnungen in der Oberverkleidung sichergestellt. Durch einen Wasserablaufkanal wird hier das Regenwasser zur Seite abgeführt.

Fazit: Beim Bau des Logistikzentrums Erlensee bewies der Investor einen guten Blick für nachhaltig hohe Qualität und die individuellen Bedürfnisse seiner langfristigen Mieter.

Weitere Informationen zu dem Logistikzentrum Erlensee und den dort verbauten Hörmann Produkten, zeigt dieser Film.

 

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Bau- und Immobilienverwaltung Fäth

Die Bau- und Immobilienverwaltung Fäth (BIVF) ist ein mittelständisches Familienunternehmen, das sich seit 1998 ausschließlich auf gewerbliche Immobilien in ganz Deutschland spezialisiert hat. Zwischen 2013 und 2018 betrug das Investitionsvolumen knapp 40 Millionen Euro.

Die realisierten Projekte reichen von Logistikhallen, Parkhäusern, Verwaltungsgebäuden und Großhandelsmärkten bis hin zu Spezialimmobilien wie ein Zollamt und ein Gesundheitszentrum (Ärztehaus).

Das Leistungsspektrum der BIVF reicht dabei von der Grundstückssuche über die Raumplanung, das Durchführen der Baumaßnahme, die Bauüberwachung bis hin zum Facility-Management, der technischen Betreuung und der vorausschauenden Flächenplanung.

Weitere Infos unter www.bivf.de

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