Mit Videoüberwachung beschleunigt Gebr. Weiss den Warenausgang und klärt Kunden-Reklamationen, Bestands-Differenzen und Schadensfälle. An den Standorten Memmingen, Aldingen und Wolfurt kommt eine Lösung von DIVIS zum Einsatz.

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Beim Lagerumschlag zählt jede Minute. Umso ärgerlicher ist es, wenn bei der Lkw-Beladung Zeit für das Suchen einzelner Colli verloren geht. Vor diesem Hintergrund hat der weltweit agierende Logistikdienstleister Gebr. Weiss viele seiner Standorte mit Videoüberwachungs-Lösungen ausgestattet. Sie verknüpfen die an den Hallentoren montierten Kameras mit den mobilen Handscannern der Mitarbeiter und der Speditionssoftware. Damit wird jeder Barcode-Scan zwischen Wareneingang und -ausgang mit Video-Aufnahmen des betreffenden Collis „verheiratet“. Sollte ein Paket später nicht auffindbar sein, lässt sich sein Weg anhand der Paket- oder Sendungsnummer und einer speziellen Auswertungs-Software lückenlos verfolgen und lokalisieren.

Durch diverse Firmenzukäufe des schnell expandierenden Familienunternehmens sind bei Gebr. Weiss verschiedene Video-Systeme im Einsatz. Die drei jüngsten Installationen an den Standorten Memmingen, Wolfurt und Aldingen stammen jedoch einheitlich von DIVIS. Der Technologieanbieter mit Sitz in Bordesholm konnte sich mit der Lösung CargoVIS in den jeweiligen Ausschreibungen gegen den Mitbewerb durchsetzen. „CargoVIS lässt sich hinsichtlich der Sendungs-Recherche sehr intuitiv bedienen und insgesamt wirkt das Software-Frontend für den Bediener moderner“, erklärt Prokurist Markus Nigsch, der bei Gebr. Weiss den Bereich Immobilien und Facilitymanagement verantwortet.

Vielseitiger Nutzen

CargoVIS ist bei Gebr. Weiss rund um die Uhr im Einsatz und speichert die aus Sendungsnummern, Zeitstempeln und Kamerapositionen bestehenden Datensätze in einer lokalen Datenbank ab. Allein in Memmingen wird darauf rund zehnmal pro Tag zugegriffen: Bei rund 500.000 Sendungen mit mehr als 1,5 Mio. Colli pro Jahr kommt es beim Laden immer wieder mal vor, dass Fahrer einzelne Pakete nicht finden können. In diesen Fällen wenden sich die Fahrer an einen Disponenten, der mit Hilfe von CargoVIS sowie der Paket- oder Sendungsnummer die aktuelle Position des gesuchten Colli ermittelt und mit Fotos nachweist.

Die Recherchen beschleunigen aber nicht nur den Warenausgang, sondern klären auch Kunden-Reklamationen, Diesel-Diebstähle, Schadensfälle und Bestands-Differenzen. „Erst vor wenigen Wochen konnten wir einem Großkunden mit Hilfe von CargoVIS nachweisen, dass wir weniger Ware als von ihm angegeben erhalten hatten“, betont Betriebsleiter Thomas Schneider.

Abschreckende Wirkung

Die Daten-Grundlage liefern in Memmingen 82 Kameras in zwei Hallen und 48 weitere Kameras im Außenbereich, deren Videomaterial (3 Bilder pro Sekunde) bei Gebr. Weiss 30 Tage lang gespeichert wird. Allein mit dieser Installation lassen sich sämtliche Geschehnisse an den Toren und Rampen nachvollziehen, was nicht zuletzt auch auf Diebe eine abschreckende Wirkung hat. „Dieselklau gehört bei uns der Vergangenheit an“, bestätigt Schneider einen der positiven Effekte der lückenlosen Videoüberwachung.

Neben dem effizienten Handling der riesigen Datenmengen steckt die Raffinesse von CargoVIS aber vor allem in der Auswertungs-Software und der gezielten Ansteuerung der jeweils „richtigen“ Kameragruppe. Hier bietet DIVIS grundsätzlich zwei Lösungen an: Bei der automatisierten Variante wird jeder Barcode-Scanner separat geortet und der Kameragruppe im jeweiligen Hallenabschnitt zugeordnet. Ohne weiteres Zutun durch den Mitarbeiter wird damit bei jedem Scan die Kamera „mit Blick“ auf die jeweilige Ware zugeordnet, und deren Bilder mit der Sendungsnummer verknüpft.

Pragmatische Lösungen

Gebr. Weiss entschied sich für die zweite Variante, bei der die passende Kamera durch den Scan eines am jeweiligen Hallentor befestigten Barcodes verknüpft wird. Dieser Handgriff muss vom Mitarbeiter nur einmal zu Beginn seiner Tätigkeiten im Arbeitsbereich ausgeführt werden. Danach werden alle gescannten Sendungen automatisch der betreffenden Kamera zugeordnet. „Die pragmatische Lösung hat sich im Alltag bestens bewährt, zumal sich unsere Mitarbeiter beim Be- und Entladen ohnehin auf ein einziges Tor konzentrieren“, stellt Schneider fest.

Ähnlich pragmatisch und raffiniert funktioniert die unter dem Namen „Gate+“ angebotene Zustandskontrolle für die 80 Sektionaltore. Diese verfügen auf der Innenseite über ein weißes Schild mit einem schwarz eingerahmten Kreis, das sich beim Öffnen und Schließen nach oben und unten mitbewegt. „Die Kameras erkennen, wenn sich der Kreis in der untersten Position befindet, sprich wenn das Tor geschlossen ist“, erklärt Schneider. Diese Information wird von CargoVIS permanent zu einem Dashboard übertragen, das sämtliche Torpositionen auf einen Blick anzeigt. „Das erspart uns beim nächtlichen Abschließen des Standorts viel Zeit und sorgt für zusätzliche Sicherheit“, betont Schneider.

Geschützte Daten

Auch beim Thema Datenschutz ging Gebr. Weiss von Anfang an auf Nummer Sicher. Gesichter und die von den Außenkameras aufgenommenen öffentlichen Flächen außerhalb des eigenen Grundstücks lassen sich von CargoVIS auf einfache Weise unkenntlich machen. Zudem können auf die Auswertungs-Software nur speziell geschulte Mitarbeiter in ausgewählten Abteilungen zugreifen. „Wir haben die Software nur auf vereinzelten PCs im Kundenservice, der Nahverkehrs-Disposition, der Schadensabteilung sowie der Logistik- und IT-Abteilung installiert“, so Patrick Pflotsch vom IT Service Desk.

Der Daten-Experte ist bei Gebr. Weiss der interne Ansprechpartner für alle Fragen rund um CargoVIS und die „Schnittstelle“ zum Kunden-Support von DIVIS. Dabei machte Pflotsch bisher nur die besten Erfahrungen: „Die Techniker von DIVIS stehen bei Bedarf immer für uns bereit und bieten schnelle Hilfe,“ bestätigt Pflotsch. Seit Inbetriebnahme der Anlage im August 2016 musste er aber erst zweimal auf den Support zurückgreifen.

Reibungslose Installation

Ebenso positiv erinnert man sich bei Gebr. Weiss an die Planung und Installation der Lösungen an den Standorten Memmingen, Wolfurt und Aldingen. „Die Projekte verliefen reibungslos und dauerten jeweils drei Monate“, sagt Projektmanagerin Diana Koplenig. „DIVIS hat sich sehr flexibel an die Terminverschiebungen angepasst, die beim Neubau in Memmingen aufgetreten waren“, hebt Koplenig hervor.

Fazit: Mit CargoVIS hat Gebr. Weiss seine Prozesse deutlich beschleunigt, Reklamationen minimiert und die Service-Qualität weiter verbessert. „Die Video-Überwachung wird von unseren Kunden und Verbundpartnern CTL und Dialog sehr geschätzt und ist für uns genauso unverzichtbar wie eine Brandmeldeanlage“, bringt es Markus Nigsch auf den Punkt.

 

Hintergrund: Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss ist das älteste Transport- und Logistikunternehmen Österreichs und bis heute in Familienbesitz (Familien Weiss und Jerie). Die Geschichte des Logistikdienstleisters reicht bis auf das Jahr 1330 zurück. Heute beschäftigt der Gebrüder Weiss (GW) Konzern mit Hauptsitz in Lauterach (Vorarlberg) über 6.500 Mitarbeiter an 150 Standorten. In Mittel- und Osteuropa ist GW in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Italien, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzogowina, Bulgarien, Rumänien und der Ukraine vertreten. Im Geschäftsjahr 2016 hat der Partner der Stückgut-Kooperationen CTL und Dialog einen Umsatz von 1,36 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Die zentrale IT-Services Abteilung des weltweit agierenden Unternehmens befindet sich in Kennelbach. Von hier aus werden nicht nur Niederlassungen von Gebrüder Weiss in Österreich betreut, sondern auch das weltweite Netzwerk des Transport- und Logistik-Unternehmens.

 

Hintergrund: DIVIS

Die Deutsche Industrie Video System GmbH (DIVIS) ist ein inhabergeführtes mittelständisches Familienunternehmen mit rund 50 Mitarbeitern und rund 400 Kunden in 18 europäischen Ländern. Der Technologieanbieter mit Sitz in Bordesholm entwickelt und realisiert aus einer Hand komplexe Videoüberwachungslösungen für Speditionen, KEP-Dienstleister und Logistikdienstleister.

Die Systemlösung ParcelVIS dient der Sendungsverfolgung auf bandgesteuerten Sortieranlagen und wurde speziell für Paketdienstleister (KEP) entwickelt, während CargoVIS für palettierte Warensendungen in der Stückgutlogistik konzipiert wurde. Zu den weiteren Produkten zählen DamageVIS zur einfachen Dokumentation von Schäden an Warensendungen, ProfileVIS zum Analysieren und Optimieren logistischer Abläufe und StoreVIS für das Abwickeln von Retoure-Sendungen.

DIVIS ist 2002 aus einem Management-buy-out hervorgegangen, bei dem der heutige Geschäftsinhaber und Geschäftsführer Thomas Kroll 100 Prozent der Geschäftsanteile übernommen hat.

Pressekontakte:

Deutsche Industrie Video System GmbH KfdM – Kommunikation für den Mittelstand
Malin Kroll
Marketing Manager
Eiderhöhe 1
24582 Bordesholm
Tel.: +49 (0)4322 88 66-51
E-Mail: Malin.Kroll@divis.eu
www.divis.eu
Marcus Walter
Sudetenweg 12
D-85375 Neufahrn
Fon: 08165 / 999 38 43
Mobil: 0170 / 77 36 70 5
E-Mail: walter@kfdm.eu

 

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