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Die auf Sicherungsringe spezialisierte Seeger-Orbis GmbH steuert sämtliche Lagerbewegungen einschließlich Chargenverfolgung, Kommissionierung und Inventur mit dem Lagerverwaltungssystem OPUS-WMS und dem Staplerleitsystem OPUS-SLS. Hohe Produktivität, Sicherheit und eine große Flexibilität zeichnen die Lösung aus.

Text als WORD-Datei: Seeger_Opus-G_final

Die falsche Verpackung kann teuer werden. 100 Euro berechnet Volkswagen seinen Zulieferern, wenn die bestellte Ware nicht in der geforderten KLT (Kleinladungsträger) oder Anordnung angeliefert wird. Dabei existieren für jedes Werk und jeden Artikel eigene Regeln, die immer wieder verändert und verfeinert werden. Für die Mitarbeiter von Seeger-Orbis, einem Hersteller von Sicherungsringen, Passscheiben und Zubehörartikeln, sind die Kundenwünsche nicht mehr zu überblicken. Anfang 2011 hatte sich die Zahl der Verpackungs-Regeln auf 113.796 erhöht.

Den fehlerfreien Versand gewährleistet hier das Warehousemanagement-System (WMS) von OPUS-G (s. Kasten), das sich außergewöhnlich schnell für neue Prozesse und Ausnahmen konfigurieren lässt. Für jeden Auftrag erstellt OPUS-G nun eine eigene Verpackungsvorschrift, die jeden Arbeitsschritt vorgibt. Die Software ist bei dem zur nordamerikanischen „Barnes Group“ gehörenden Firma schon seit 2007 im Einsatz und wird seitdem immer wieder an die Bedürfnisse von Seeger-Orbis angepasst.

„In der Regel lassen sich neue Anforderungen innerhalb weniger Tage implementieren“, bestätigt Lagerleiter Rolf Dannenbaum. Die kompetente telefonische Support-Line von OPUS-G stehe dabei „immer zur Verfügung“. Schon bei der Einführung des Lagerverwaltungssystems nutzte Seeger-Orbis die fast unbegrenzte Flexibilität der Software und optimierte zunächst die internen Abläufe. In der damaligen Situation hatte der Automobilzulieferer an die Grenzen seiner Lieferfähigkeit nahezu erreicht.

Chargentracking inklusive

Zu Beginn stand die Empfehlung, die Kundenauftragsbearbeitung in die Bereiche Kommissionierung und Verpackung aufzuteilen. Jetzt werden die Aufträge hinsichtlich Artikelvariante, Menge und Verpackungsvorschrift durch verschiedene Mitarbeiter mehrmals kontrolliert. Die damit verbundenen Änderungen ließen sich problemlos in OPUS-WMS abbilden. Auch im Fertigwaren- und Versandlager OPUS-WMS die Regie übernommen. Mit dem Modul Bestandsmanagement behält Seeger-Orbis die Übersicht über die durchschnittlich rund 8,5 Millionen gelagerten Artikeleinheiten.

Vor der Einlagerung erhält das System via Schnittstelle vom übergeordneten ERP-System Intentia Movex (heute Lawson M3) die Bestellavise der zu erwartenden Zukaufteile. Den tatsächlichen Wareneingang meldet OPUS-WMS anschließend an Movex zurück. Zur fortlaufenden Lieferantenbewertung ist dabei ein umfangreiches Regelwerk für die Qualitätssicherung – Stichwort QS-Beprobung – hinterlegt. Eigene Erzeugnisse werden nach der Produktion mit einem Barcode versehen und in ein sechsgassiges Schmalganglager mit 6.700 Stellplätzen befördert. Die Regalbediengeräte sind dafür mit Fahrzeugterminals ausgestattet, die vom Staplerleitsystem OPUS-SLS mit wegeoptimierten Fahraufträgen versorgt werden.

Während des gesamten Prozesses werden die Chargenbestände getrennt nach ihrem Qualitätsstatus geführt, denn im OPUS-WMS ist das Chargentracking bis zur Einzel-Auslieferung im Kundenauftrag standardmäßig vorgesehen. Auf dieser Basis können Sperren auch auf Teilmengen von Ladeeinheiten angewendet werden.

Inventur gespart

Das Lager ist in diverse Nachschub- und Kommissionierzonen eingeteilt, wobei die unteren Regalebenen als Bereitstellzone zum Kommissionieren der täglich rund 850 Auftragspositionen dienen. Aus den vom ERP-System empfangenen Rüstlisten erzeugt OPUS-WMS in einer optimierenden Batchbildung die Kommissionieraufträge für mehrere Kommissionierwellen pro Schicht. Für jeden Kommissionierbatch werden vor dem Start der eigentlichen Kommissionier-Rundgänge die erforderlichen Umlagerungen aus der Nachschub- in die Kommissionierzone vorgegeben und an das Staplerleitsystem OPUS-SLS übertragen. Erforderliche, aber in der Kommissionierzone aktuell nicht bevorratete Artikel werden damit aus der Nachschub- in die Greifzone verbracht. Im gleichen Umlagerbatch erfolgt das wegeoptimierte Freiräumen von Kommissionierplätzen, die mit nicht benötigten Artikeln belegt sind.

Jeder Kommissionierer bearbeitet datenfunkgestützt im Multi-Order-Picking-Verfahren bis zu sechs Aufträge simultan. Hierbei werden die Mitarbeiter wegeoptimiert durch das Fachboden- und das Schmalganglager geführt. Jeder Pick wird durch Scannen von Entnahme- und Zielbehälter verifiziert. Die Kommissionierbehälter werden für den aktuellen Kommissionier-Rundgang per Scannung mit den Kommissionierwagen „verheiratet“. Auftragspositionen, die durch Ganzpaletten bedient werden können, werden nicht im Komissionier-Rundgang gepickt, sondern über eine entsprechende LE-Bereitstellung direkt in der Verpackungszone (Pick & Pack). Begleitet wird die Kommissionierung durch eine permanente Inventur, wodurch sich Seeger-Orbis die aufwändige jährliche Vollaufnahme erspart. Für diesen Vorgang hatte der Automobilzulieferer zuvor zwei Arbeitstage sowie zahlreiche Hilfskräfte benötigt. Die fertig kommissionierten Aufträge werden an speziellen Packplätzen weiterbearbeitet. Als zusätzliche Sicherheit werden alle Kundenaufträge durch mindestens zwei Mitarbeiter unabhängig voneinander verifiziert.

20 Prozent zuverlässiger

Anschließend werden die KLT auf den vorgeschriebenen Ladungsträgern wie Paletten, Kisten oder Gitterboxen zu Versandeinheiten zusammengeführt. Parallel werden in Echtzeit die notwendigen Begleitpapiere und Warenanhänger – gemäß den erforderlichen Normen wie VDA, Odette oder AIAG – direkt am Packplatz gedruckt. Das Verladen wird schließlich durch das Scannen der Packstücke an den Verladetoren registriert. Hierbei prüft OPUS-WMS, ob die Zuordnung des Packstücks zur Lieferung plausibel ist. Im Hintergrund werden dann bereits die Avis-Daten aufbereitet, die vorab per EDI an den Kunden gesendet werden.

Bei Seeger-Orbis bewährt sich OPUS-WMS Tag für Tag „als äußerst zuverlässige und stabile Lösung“, so Lagerleiter Dannenbaum. Selbst eine 99prozentige Lagerauslastung würde die Auftragsbearbeitung nicht beeinträchtigen, denn durch eine „geschickte Systemparametrierung lassen sich Überlastsituationen wirkungsvoll vermeiden“. Entsprechend positiv fällt das Resümee von Dannenbaum aus: „Mit dem Einsatz von OPUS-WMS haben wir die Lieferzuverlässigkeit gegenüber unseren Kunden sehr

schnell um 20 Prozent gesteigert – und das bei einer Reduktion der Arbeitszeit von weit mehr als 30 Prozent.“

Hintergrund: Seeger Orbis GmbH

Die Seeger-Orbis GmbH mit Sitz in Königstein ist Marktführer für die im Maschinen-, Anlagen- und Automobilbau unverzichtbaren Sicherungsringe. Zu den Kunden zählen Unternehmen aus der Automobil-, Maschinenbau- und Windenergiebranche sowie zahlreiche Handelsunternehmen. Das zur nordamerikanischen Barnes Group gehörige Unternehmen betreibt im Taunus ihre deutsche Produktions- und Vertriebszentrale für ihr weit gefächertes Produktspektrum mit rund 10.000 unterschiedlichen Artikeln. Der Begriff „Seeger-Ring“ steht in der Industrie seit vielen Jahrzehnten für Qualität. Das im Jahr 1917 durch Willi Seeger gegründete Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 280 Mitarbeiter, die 2011 einen Umsatz von 50 Millionen Euro erwirtschafteten.

Hintergrund: OPUS-G

Die OPUS-G Objektorientierte Programmierung und Systemtechnik GmbH ist ein inhabergeführtes Softwarehaus mit Sitz in Jork bei Hamburg. Hauptprodukt des 1998 gegründeten Unternehmens ist die Logistiksoftware OPUS-Suite, die von namhaften deutschen Unternehmen zur Steuerung intralogistischer Aufgaben wie zum Beispiel Warehousing, Materialhandling, Produktion und Transport eingesetzt wird. Sechs einzelne Module greifen bei der OPUS-Suite ineinander: Der Tourenplaner (TPL), der Yard-Manager (YMS), das Staplerleitsystem (SLS), das Warehouse-Management-System (WMS), das Manufacturing-Execution-System (MES) und der Logistik-Leitstand (LLS). Die Module bilden ein mächtiges Werkzeug zur Planung und Überwachung sämtlicher Logistikprozesse. Das System verbindet die Vorteile einer Standardsoftware mit denen einer Individuallösung und lässt sich schnell und absolut sicher an jede Veränderung anpassen.

Das 16köpfige Team von OPUS-G besteht aus IT-Spezialisten, Diplom-Ingenieuren und Softwaredesignern. Fast alle bei OPUS-G beschäftigten Entwickler und Projektleiter besitzen einen ingenieur-wissenschaftlichen Hochschulabschluss. Die meisten Mitarbeiter haben bereits während ihrer Ausbildung ein Externat bei OPUS-G absolviert. Zudem bestehen intensive Kontakte zu Forschung und Lehre.

Infos unter www.opus-g.com.

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