Der JadeWeserPort wird das Leistungsangebot der deutschen Seehafenwirtschaft nachhaltig stärken. Quelle: JWP

Wilhelmshaven/Bonn, 02. Mai 2012 – Ein strategisches Signal zur Stärkung von nachhaltigen multimodalen Transportketten hat die JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG am 1. Mai 2012 gesetzt. Zu diesem Datum ist der zukünftige bedeutende Seehafen dem Trägerverein des ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (SPC), Bonn, beigetreten. Mit seiner hervorragenden Lage in der Deutschen Bucht kommt dem JadeWeserPort eine wichtige Rolle bei der Stärkung der deutschen Wasserstraßen zu, wovon insbesondere Feeder- und Short-Sea-Verkehre profitieren werden. Diese Kurzstreckenseeverkehre haben schon heute einen Anteil von etwa 60 Prozent am Gesamtumschlag in den deutschen Seehäfen.

Text als WORD-Datei: Pressemitteilung SPC JWP

Den Anspruch, sich für ökologische und effiziente Transportketten einzusetzen, unterstreicht Axel Kluth, Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG: „Für den JadeWeserPort Wilhelmshaven als einzigem Container-Tiefwasserhafen Deutschlands mit angeschlossenem Güterverkehrszentrum ist die Rolle als zentrale Drehscheibe für Containerverkehre über Straße, Schiene und europäische Seetransite wichtiger Bestandteil des Betriebskonzeptes.“ Diese hohe Übereinstimmung von Zielen sieht er als die beste Voraussetzung für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. „Mit der Einbindung in das Netzwerk des SPC erschließen wir uns ein bedeutendes Forum, um die Leistungsfähigkeit des Hafens als wichtigen Teil einer Logistikkette mit seiner Trimodalität aufzuzeigen“, erklärt Kluth.
Neben der Mitarbeit im SPC engagiert sich der JadeWeserPort bereits als Mitglied der World Port Climate Initiative für mehr Nachhaltigkeit. In diesem Rahmen will der  Tiefwasserhafen einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leisten und gewährt besonders emissionsarmen Wasserfahrzeugen einen fünfprozentigen Nachlass auf das ohnehin günstige Hafengeld.
Unter den aktuell über 40 Fördermitgliedern des SPC befinden sich mit Rostock, Wismar und Brunsbüttel bereits drei deutsche Seehäfen. Für den künftig östlichsten Tiefwasserhafen der Nordrange sieht Markus Nölke, Geschäftsführer des SPC, großes Potenzial: „Der JadeWeserPort wird dem starken Anstieg des Boxenaufkommens und vor allem den immer größer werdenden Containerschiffen gerecht.“ Als besonders weitsichtig lobt er die Kombination von einmaliger Tiefwasserlage und vorhanden Flächenpotentialen in Zeiten chronischer Kapazitätsengpässe. Diese machten aus dem JadeWeserPort ein zukunftsorientiertes Projekt. Nölkes Prognose: „Davon wird auch der Kurzstreckenseeverkehr, insbesondere mit den Wachstumsregionen Nordeuropa und dem Ostseeraum, stark profitieren.“
Die Unterstützung für den angehenden bedeutenden deutschen Containerhafen zeigt auch das aktuelle Engagement des praxisorientierten Kompetenzcenters für den JadeWeserPort. So beteiligt sich das SPC als Kooperationspartner an dem CeMAT Hafenforum in Wilhelmshaven, das vom 10. bis 11. September 2012 unter dem Titel „JadeWeserPort Wilhelmshaven – innovativer Zugang zu den Weltmärkten“ – stattfindet.

Über die Gesellschaft und den JadeWeserPort
Um das Projekt JadeWeserPort nach Abgabe der Anträge auf Planfeststellung zu realisieren, gründeten die Regierungschefs des Landes Niedersachsen und der Freien Hansestadt Bremen im Januar 2003 die JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG. Die wesentlichen Aufgaben der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft beinhalten, nach der Vergabe der Betreiberkonzession, den Bau der Infrastruktur sowie die Verwaltung, technische Betreuung und wirtschaftliche Nutzung der neu geschaffenen Infrastrukturanlagen nach  Aufnahme des Betriebes. Als Gemeinschaftsprojekt der Länder Niedersachsen und Freie Hansestadt Bremen mit einem Investitionsvolumen von ca. 1 Mrd. Euro wird der JadeWeserPort nach der Inbetriebnahme der ersten 1.000 Meter Kaje im August 2012 das Leistungsangebot der deutschen Seehafenwirtschaft nachhaltig stärken. Mit seiner strategischen Lage in der Deutschen Bucht ist er der östlichste Tiefwasserhafen der Nordrange. Der herausragende Standortvorteil des künftigen deutschen Container-Tiefwasserhafens: Durch die vorhandene Fahrwassertiefe der Jade von 18 Meter LAT (Seekartennull) und die kurze Revierfahrt von 23 Seemeilen ist er für Großcontainerschiffe besonders geeignet. Bei dieser Wassertiefe können selbst Großcontainerschiffe mit einer Länge von bis zu 430 Meter den JadeWeserPort tideunabhängig und ohne Wartezeiten problemlos erreichen. An der 1.725 Meter langen Stromkaje können zeitgleich bis vier Großcontainerschiffe oder Feederschiffe mit 16 der weltgrößten Containerbrücken abgefertigt werden. An das 130 Hektar große Containerterminal schließt sich direkt eine 160 Hektar große Logistikzone mit einem hafennahen Güterverkehrszentrum an.
Weitere Informationen unter www.jadeweserport.de


Über das SPC

Das Short Sea Shipping Inland Waterway Promotion Center (SPC) ist eine Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP). Ziel der neutralen Non-Profit-Institution ist es, Industrie, Handel und Speditionen für die Verkehrsträger mit Schwerpunkt Wasser, aber auch Schiene, zu sensibilisieren. Dazu entwickelt das SPC gemeinsam mit Verladern und Dienstleistern multimodale Logistikkonzepte. Die seit der Gründung 2001 erzielten Reduzierungen summieren sich auf über eine Milliarde Tonnenkilometer und 60.000 t CO²-Emissionen, wobei nur „Erstverlagerungen“ erfasst werden.
Träger ist der Verein zur Förderung des Kurzstreckenseeverkehrs (VFKSV). Aktuell zählt die Plattform zur Förderung des Kurzstreckenseeverkehrs und der Binnenschifffahrt mit Sitz in Bonn über 40 Fördermitglieder. Zu dem Kompetenz-Netzwerk gehören das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), die Bundesländer Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie Schleswig-Holstein, Reedereien, Spediteure, Hafenumschlagbetriebe, Häfen, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Schiffsmakler und Verbände.

Weitere Informationen unter www.shortseashipping.de

Pressekontakt JadeWeserPort
Öffentlichkeitsarbeit Susanne Thomas
Tel: +49 (0)4421 – 409 80 35
E-Mail: s.thomas@jadeweserport.de

Pressekontakt SPC
Markus Nölke, SPC-Geschäftsführer
Tel: +49 (0)228-300 4890
E-Mail: presse@shortseashipping.de

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