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Mainz / Essen, den 25. November 2010 – Rund 100 Transportunternehmer, Spediteure und Fuhrparkverantwortliche trafen sich am 18. November anlässlich der diesjährigen „Transport Info Days“ in Essen. Drei Vorträge zu innovativen Managementmethoden und eine spannende Podiumsdiskussion zum Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz vermittelten  praxisnahes Wissen und Gesprächsstoff für den Gedankenaustausch in den Pausen. Die von der Frachtenbörse Teleroute initiierten „Transport Info Days“ finden bereits seit fünf Jahren an wechselnden Orten statt.

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Wege zu einer wesentlich verbesserten Liquidität versprach Simon Schach, Geschäftsführer des „Bundesverbandes Factoring für den Mittelstand“ in seinem Vortrag zum Forderungsmanagement. „Sie schreiben am Montag die Rechnung und haben bereits am Dienstag bis zu 90 Prozent des Erlöses auf Ihrem Konto“, beschrieb Schach die Auswirkungen des Factoring. Dabei werden sämtliche Forderungen einer Firma an einen so genannten Factor verkauft. Dieser überweist unverzüglich den größten Teil des fälligen Betrags auf das Konto des Leistungserbringers und treibt das Geld beim Rechnungsempfänger ein. Für diese Leistung behält der Factor zwei bis drei Prozent des Umsatzes ein.

In einer Beispielrechnung veranschaulichte Schach, dass die Kostenvorteile für den Leistungserbringer überwiegen. Die gewonnene Liquidität schone die eigene Kreditlinie und schaffe Spielraum zum Ziehen von Skonti bei den eigenen Eingangsrechnungen. Zudem entfalle das Risiko des Forderungsausfalls. Schach, der neben seiner Tätigkeit im Verband drei eigene Unternehmen führt, empfahl das Factoring jedoch in erster Linie zum Entlasten der eigenen Verwaltung. Statt den ausstehenden Forderungen hinterherzulaufen könne man sich wieder der Unternehmensentwicklung oder der Akquisition neuer Kunden widmen.

Wolfgang Sprunk, Gesellschafter der DALOG Mehrwertdienste GmbH erläuterte in seinem anschließenden Vortrag die typischen Fehler beim Schreiben von Rechnungen. DALOG ist für viele große Verlader als Prüfer von eingehenden Frachtrechnungen tätig. Durch Fehler in den Dokumenten kommt es bei der Überweisung immer wieder zu Verzögerungen, die letztlich die Liquidität der Spediteure einschränken. „Rechnungen, die erst zwei Monate nach dem Transport eingehen, machen uns automatisch misstrauisch“, so Sprunk. Transporteuren empfahl er, alle Rechnungspositionen eindeutig zu belegen, um Rückfragen zu vermeiden.

Auf großes Interesse stieß auch der Vortrag von Andreas Niedermeier, Geschäftsführer von LademittelBörse.de, zu den Einsparmöglichkeiten im Palettenmanagement. Den Nutzen einer webbasierten Tauschbörse für Paletten verdeutlichte der Praktiker an einem Beispiel mit 300 gleichmäßig im Bundesgebiet verteilten Teilnehmern. „Rein rechnerisch muss dann jeder der Netzwerkpartner nur noch ein Gebiet von 35 mal 35 Kilometern abfahren, um den Palettentausch zu bewältigen“, rechnete der gelernte Speditionskaufmann vor. Denn sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in den weiter entfernten Regionen können jetzt mit den Partnern der entsprechenden Gebieten verrechnet oder getauscht werden. Inzwischen verfüge die im Jahr 2007 gegründete Lademittelbörse jedoch schon über mehr als 1.400 Partner, so dass sich der Palettentausch noch wesentlich vereinfacht habe.

Sehr lebhaft verlief die Podiumsdiskussion. Sie widmete sich der Frage, was das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFGQ) im ersten Jahr tatsächlich gebracht hat. Zu den Diskutanten zählen die „vermeintlichen Reformgewinner“ Nico Klammer, Geschäftsführer der Fischer Academy und Bernd Albrecht, Gründer der Stellenbörse Top-Trucker.de. Marcus Hover, Referent des Verbands Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. verdeutlichte die Sichtweise der Transportunternehmer – gleiches gilt für Meindert Nijmeijer, Geschäftsführer der NTL Nijmeijer Transport und Logistik GmbH und Frank Schneider, Ausbildungsexperte der Duvenbeck Logistics GmbH. „Das Gesetzt wird den Fahrermangel weiter verschärfen, weil die Anforderungen steigen“, so Hover. Hinzu komme, dass durch die Qualifizierungspflicht die Aushilfsfahrer „vom Arbeitsmarkt verschwinden“. Top-Trucker Chef Bernd Albrecht erwartet schon für das kommende Frühjahr eine drastische Zunahme des Fahrermangels, der sich zurzeit jedoch noch nicht in Form steigender Löhne äußere. Nico Klammer plädierte für strengere Kontrollen der Behörden hinsichtlich der Qualität der Ausbildungsstätten. „Sachsen hat hier die Vorreiterrolle übernommen“. Nur im Freistaat müsse jeder Ausbilder mit spontanen Seminar-Besuchen durch Kontrolleure rechnen. Der Transportunternehmer Meindert Nijmeijer und Frank Schneider, Ausbildungsexperte von Duvenbeck, verdeutlichten die unterschiedlichen Herausforderungen, mit denen die Betreiber mittlerer und großer Fuhrparks zu kämpfen haben. „Für uns ist es sehr schwer, die Fortbildungs-Termine für unsere Fahrer zu planen“, bekannte Nijmeyer. Die Lkw seien oft mehrere Wochen unterwegs und während den Touren komme es immer wieder zu Planänderungen. Nijmejer habe bereits viele Stornogebühren für kurzfristig abgesagte Kurse bezahlen müssen. Duvenbeck verfügt hingegen über ein großes Potenzial an Fahrern und einen großen Anteil an Linienverkehren, die eine Planung vereinfachen. Zudem hat der Automobil-Logistiker aus der Not eine Tugend gemacht und betreibt eine eigene Fortbildungs-Akademie, die auch fremden Fahren offen steht.

Mittlerweile blicken die „Transport Info Days“ bereits auf eine fünfjährige Tradition zurück. Die Transport Info Days sind eine kostenfreie Networking- und Informationsplattform, die sich in erster Linie an Transportunternehmer und Speditions- und Logisitkunternehmen richtet. Finanziert wird die Veranstaltung durch Sponsoren und Partner wie TransportPlaza.eu, die PTV AG oder den Servicekartenanbieter UTA.

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TransportPlaza ist die erste Online-Community in der Transport- und Logistikbranche, die Fachkräfte aus diesem Sektor mit Geschäftsinteressenten zusammenbringt, um Ideen und Informationen auszutauschen. TransportPlaza ist ein offenes Netzwerk und Diskussionsforum, das durch innovative Marktführer im Transport- und Logistikumfeld unterstützt wird. Infos unter www.transportplaza.eu.

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Teleroute ist ein führender europäischer Anbieter elektronischer Dienstleistungen und innovativer Lösungen für die Speditions- und Logistikbranche. Das Unternehmen wurde 1985 als erste Online-Börse für Frachtladungen und Fahrzeuge gegründet und liefert heute Lösungen für eine bessere Zusammenarbeit für den Transport- und Logistiksektor. Firmen, die die Börse nutzen, können effizienter und kostensparender arbeiten und damit ihre Rentabilität erhöhen. Teleroute mit Hauptsitz in Brüssel ist in 27 europäischen Ländern tätig und beschäftigt 200 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.teleroute.com.

 

Über Teleroute Deutschland

Die Teleroute Deutschland GmbH mit Hauptsitz in Mainz ist führender Anbieter elektronischer Dienstleistungen für die Transport- und Logistikbranche. Die Teleroute Frachtenbörse ermöglicht Transportunternehmen eine optimale Fahrzeugauslastung, die Vermeidung von Leerfahrten sowie das schnelle Finden von Transportkapazitäten für kurzfristige Aufträge. Teleroute ist seit 1989 deutschlandweit tätig. Mariusz Odkala ist Geschäftsführer bei Teleroute Deutschland. Im Rahmen langfristiger Partnerschaften bietet Teleroute Großkunden maßgeschneiderte Lösungen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.teleroute.de.

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